françois jeune:
dia jaunes et pourpres
ERFAHRUNGEN
IM MÖGLICHKEITSRAUM
Die Bilder von François Jeune schaffen UND eröffnen Raum.
Schon bei flüchtigem Blicke "zwingen" sie durch ihre monochrome
Kraft zum Anhalten. Man kommt an ihnen nicht vorbei, ähnlich wie bei
einem großen Gong, dessen akustische Schwingungen das Ohr zum Stehen
bringen.
Man blickt verwundert auf ORANGE (die Welt ist eine große Apfelsine) oder
GRÜN (in der Erinnerung taucht eine Wiese aus der Vergangenheit auf, auf
der man lag und in den Himmel (BLAU) schaute). Der Zusammenhang von
kindlichem Staunen können und Spirituellem wird ahnbar.
"Dia" nennt Jeune seine Werke. Es gibt also auch Blicke DURCH
die vielen monochromen Farbschichten in dahinterliegende organisch
anmutende Mikrokosmen: Gewimmel, Landschaften, Abschürfungen, Exkremente,
Querschnitte, Blüten, Fragmente, Spuren.
Monochrome Farbtafel und Durchblicke ins Mikrokosmische tragen sich
spannungsreich. Ruhe und Unruhe treffen zusammen, Grosses und Kleines
setzen sich gegenseitig ins Licht, Zeitloses und Biografisches sind im
Gespräch. Der "homo ludens" wird zum Bertachter, Zuhörer,
Mitschreiber, Ko-kreator.
Winfried Heidrich
DIA:
UNE TRAVERSEE DE LA PEINTURE
Les peintures de François Jeune proposent un voyage au coeur de la
peinture. Une traversée (le préfixe grec “Dia” qui titre ses toiles,
signifie “à travers”) qui s’opère par des motifs carrés
translucides comme autant de fenêtres ouvertes sur l’espace pictural.
Des jus transparents laissent apparaître les étapes successives du
tableau.
Tableaux dans le tableau, peintures dans la peinture, les oeuvres de
François Jeune sont une invitation à pénétrer la mémoire du tableau.
C’est aussi une ode à la couleur et à sa puissance bienfaitrice et
réparatrice.
Olivier Delavallade
françois jeune: "peinture sur peinture"/mars 2007
Exposition du 11 mars au 24 avril 2004.
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